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Der Kobold auf der Mühle

In einer einsamen Wassermühle im Havellande wohnte ein Müller ganz allein. Bei dem klopfte es an einem stürmischen und regnerischen Abend an das Fenster. Als der Müller fragte, wer da wäre, antwortete eine Stimme: „Um Gotteswillen, lasst mich ein, ich habe mich verirrt und komme sonst um in dem furchtbaren Wetter!“ Der Müller nahm die Lampe und öffnete die Haustür, fuhr aber erschrocken zurück, denn vor ihm stand neben einem Mann ein schwarzes Ungetüm. „ Ach erbarmt euch,“ sagte der Mann, „ich bin ein Bärenführer und weiß mit meinem Tiere nicht mehr, wo aus und ein. Gönnt mir ein Plätzchen zum Nachtquartier!“

Der Müller kraute sich hinter den Ohren und sagte:“Ja, für euch hätt‘ ich wohl einen Platz auf der Ofenbank in meinem Stübchen, wenn ihr damit zufrieden sein wollt. Aber wo soll ich mit eurer wilden Bestie hin? Einen Stall habe ich nicht, und in die Stube können wir das Tier doch nicht nehmen.“ „J,“ antwortete der Mann, „können wir ihn nicht in die Mühle bringen? Schaden an Korn und Mehl könnte er euch ja auch nicht tun, und übrigens  lege ich ihn ja auch an die Kette.“ „Das ginge wohl,“ sagte der Müller, „aber ich muss euch sagen: Dort ist es nicht richtig.

Es spukt in der Mühle ein Kobold umher, der mir seit Jahren Herzeleid angetan hat. Er rumort dort die ganze Nacht herum, schüttet die Kornsäcke aus, streut das Mehl umher und treibt noch sonst allerlei Unfug und Mutwillen.“ „Ei,“ rief der Bärenführer, „was schadet das? Meinem Bären wird der Kobold nichts anhaben, der wird sich schon seiner Haut wehren. Nehmt uns nur auf, ich bitte ich!“